Die Firma Wintersteiger Entwickelt und Baut, unter anderem, sogenannte Parzellenmähdrescher. Diese dienen zur Bestimmung des Hektolitergewichtes und des Feuchtigkeitsgehaltes des geernteten Getreides im Feldversuchswesen. Die Messungen erfolgen in Wiegesystemen, die auf den Mähdreschern aufgebaut sind.
Jedoch gibt es beim Wiegevorgang einige Störgrößen die diesen beeinflussen:
Schwingungen von:
- Dreschtrommel
- Schüttlern
- Mähtisch
- Schneidwerk
- Motor
- Schräglagen
- Erschütterungen
Um diese Einflüsse auszugleichen ist in den Wiegesystemen ein Beschleunigungssensor eingebaut, der die Bewegungen des Wiegesystems misst und diese an die Software weitergibt.
Jedoch müssen die Wiegesysteme trotzdem getestet werden. Dafür waren bisher immer Dreschfahrten am Feld notwendig.
Um die Wiegesysteme das ganze Jahr testen zu können beschloss die Firma Wintersteiger einen Teststand dafür zu entwickeln.
Um die Wiegesysteme zu testen, stellte die Firma Wintersteiger folgende Anforderungen an den Teststand:Erzeugung von Schwingungen bis100 Hertz (vgl. elektrischer Strom 50 Hertz) Beschleunigungen von 2,5-facher Erdbeschleunigung Massen von bis zu 150kg erregen Simulation einer Hanglage bis zu ±20%
Die Schwingungserzeugung erfolgt durch zwei, jeweils auf einer rotierenden Welle sitzenden Unwuchten. Da diese Unwuchten genau gegengleich rotieren, heben sich die waagrechten Komponenten der Fliehkräfte auf, wodurch nur noch eine Sinus – Schwingung in vertikaler Richtung übrig bleibt.
Das Endprodukt sieht so aus:
Projektbearbeiter: Robert Gramberger, Christoph Stüblreiter
Betreuer: DI Wolfgang Pammer
DI (FH) Franz Diermaier (Fa. Wintersteiger)